Ist Holz die Alternative?

JA – Holz ist ein CO2-Speicher!

und

NEIN– Holz ist kein klimaneutraler Brennstoff!

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der CO2 in Form von Kohlenstoff speichert. 1 Tonne gebundener Kohlenstoff entspricht dabei 3,67 t CO2, die der Atmosphäre entzogen werden. 1 Tonne Holz enthält je nach Baumart etwas unterschiedlich ca. ½ Tonne Kohlenstoff. Damit werden ca. 1,83 t CO2 bei der Verbrennung von einer Tonne Holz freigesetzt.

Hätten wir die Treibhausgas(THG)-Konzentration in der Atmosphäre nicht bereits um fast 50% erhöht und würden nicht weiterhin Treibhausgase in beträchtlicher Menge durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Landdegradierung emittiert, dann könnten wir eventuell auf die Speicherung von CO2 durch Holz verzichten und dieses als Brennstoff verwenden.

Eigentlich sind Wälder eine Kohlenstoffsenke, d. h. sie entziehen der Atmosphäre CO2. Leider geht die Anzahl der Waldflächen immer weiter zurück. Rodungen gibt es nicht nur im Ausland z. B. in den Regenwäldern. Auch in Deutschland werden weiterhin intakte Wälder für Straßen/Autobahnen, den Kies- und Sandabbau ... gerodet. Hinzu kommen die Verluste durch den bereits laufenden Klimawandel. Dürren, Megabrände, Schädlingsbefall ... setzen den Wäldern immer mehr zu.

Wälder müssen allerdings bewirtschaftet werden. Das geschlagene Holz schafft neuen Platz für neue Bäume, die wieder CO2 binden. Holzprodukte sorgen für eine Konservierung des CO2-Speichers Holz. Im natürlichen Prozess würde das Holz verrotten und das CO2 dann wieder freisetzen.

Fazit:

Mit der Nutzung von Holz als Werkstoff und dem Kauf von Holz in Form von Holzprodukten kann jeder eine Menge zum Ausgleich von THG-Emissionen tun, damit wir das Ziel von Netto-Null-Emissionen erreichen.

Es ist dabei entscheidend, dass das Holz konserviert wird – und deshalb kann Holz kein klimaneutraler Brennstoff sein.