Den Rassisten Henry Nitzsche stoppen
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Ich werfe dem Osslinger Kreisrat Henry Nitzsche offenen Rassismus und Menschenverachtung vor. Anlass ist seine „Bewerbung“ zum Ausländerbeauftragten des Landkreises auf seiner Homepage. Nitzsche schreibt dort, dass er das Amt dazu nutzen möchte, den hier ansässigen Ausländern bei der Organisation ihrer Heimreise zu helfen, anstatt sie beim Aufbau einer dauerhaften Existenz in Deutschland zu unterstützen. Er behauptet, dass kein Mensch auf Dauer in der Fremde glücklich sein kann.
Ich habe bisher in allen Diskussionen in Abrede gestellt, dass Henry Nitzsche ein Neonazi ist. Angesichts dieser auch unsäglich dummen Äußerungen muss ich mich revidieren. Zu allen Zeiten der Menschheit gab es weltweite Wanderungsbewegungen und Vermischungen der Völker. Auch die Vorfahren der heutigen Deutschen (Kelten, Germanen und Slawen), stammen größtenteils aus Osteuropa und Mittelasien.
Mit seinen Äußerungen leistet Nitzsche rechtsextremen Gewalttaten Vorschub. Will Henry Nitzsche hunderttausende deutsch-ausländische Familien trennen, hier geborene Mitbürger in für sie fremde Länder ausweisen? Unter den Asylsuchenden sind u.a. Christen aus dem Irak, die von der Ermordung durch islamische Fundamentalisten bedroht sind. Wie steht es mit Menschlichkeit und Anteilnahme des „Christen“ Henry Nitzsche?
Nachdem Nitzsche vor einigen Wochen im Bundestag Antisemitismus als Randerscheinung bezeichnet hatte, wurde wenige Tage später ein jüdischer Friedhof in Thüringen mit einem Schweinskopf geschändet und die Görlitzer Synagoge beschmiert.
Die Grünen rufen alle Demokraten auf, sich von Henry Nitzsche und seinen Äußerungen zu distanzieren. Das schließt ausdrücklich Menschen ein, die ihn bisher gewählt haben oder seiner Wählervereinigung beigetreten sind.
Jörg Stern, Stadtrat Kamenz











