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Antwort von Jörg Stern an die Marketing-Gesellschaft "Für einen Schaden sind nicht die Überbringer der schlechten Nachricht verantwortlich, sondern der oder die Verursacher"

Samstag, 18. Juli 2009

Jörg Stern

Sehr geehrter Herr Neitzel,

ich möchte hiermit auf Ihr Schreiben vom 1. Juli antworten. Ich war im Urlaub, so dass eine frühere Beantwortung leider nicht möglich war.
Ihre Betrübnis bezüglich eines eventuellen Rückschlags für die Marke KRABAT teile ich, ihren Vorwurf der unverantwortlichen Lancierung in die Presse weise ich aber zurück. Uns ging es gerade um Schutz dieses Namens, der nicht in ein zweifelhaftes Umfeld gelangen sollte.  Ich schätze die Arbeit des Herrn Kraus als KRABAT- Darsteller und aller im KRABAT e.V. und in der KRABAT- Region Engagierten.

Für einen Schaden sind nicht die Überbringer der schlechten Nachricht verantwortlich, sondern der oder die Verursacher. Der Schaden wäre bei einem Wahlkampf von KRABAT für Henry Nitzsche auf jeden Fall größer, gerade angesichts der aktuellen Ereignisse.

Auf der Internetseite des Noch- MdB (Mitglied des Bundestages) Henry Nitzsche war ein Foto der beiden abgebildet mit dem Text: Ich möchte im Wahlkampf Henry Nitzsche helfen bzw. Ich identifiziere mich mit Henry Nitzsche und möchte meine Hilfe im Wahlkampf anbieten. Das ließ keine andere Interpretation zu, als die in unserer PM wiedergegebene.

Wenn Herr Kraus inzwischen seine Meinung geändert hat, ist das in Ordnung und der Vorgang für uns abgeschlossen. Falls Herr Nitzsche Foto und Zitat widerrechtlich verwendet haben sollte, ist er der zu Kritisierende, gegen den gegebenenfalls Rechtsmittel eingelegt werden können. Mich wundert
in diesem Zusammenhang die Kritik an uns und das Fehlen von Kritik an Herrn Nitzsche.

Um Ihnen noch einmal zu zeigen, in welchem Umfeld sich der KRABAT- Darsteller beabsichtigt oder unbeabsichtigt befand, zwei aktuelle Nachrichten:

1.  Die Nitzsche- Freunde von „pro Köln“, die er schon mehrmals mit Kampfesreden und auch mit einer Busladung voll „wackerer Sachsen“ im Kampf gegen einen Moscheebau unterstützte, dürfen nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster weiter vom Verfassungsschutz beobachtet werden, u.a. wegen Beziehungen „zu anderen rechtsextremen Organisationen.“

2.  Die NPD verzichtet auf einen Gegenkandidaten im Wahlkreis 55 ( Hoyerswerda) für die Landtagswahl zugunsten von Henry Nitzsche aufgrund „einer ganze(n) Reihe von programmatischen Übereinstimmungen“ und als „positives Signal für alle patriotischen Kräfte.“

Ich denke, das spricht für sich…

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Stern


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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lars Neitzel - Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH [mailto:lars.neitzel@oberlausitz.com]
Gesendet: 2009-07-01 09:19
An: stern.km(at)t-online.de; joerg-stern(at)online.de
Cc: Holm Große; g.lemm(at)stadt-radeberg.de; 'Krabat e.V.'
Betreff: WG: Anfrage über Wahlwerbung z.H. Herrn Dr. Große
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrter Herr Stern,
 
von Herrn Lemm wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass es Ihrerseits den Vorwurf der Wahlwerbung durch Herrn Kraus für Herrn Nitzsche gibt. Diesem Vorwurf sind wir nachgegangen. 
 
Es ist so, wie Herr Lemm und wir es bereits auch vermutet haben. Herr Kraus wußte von der Veröffentlichung nichts. Das Bild stammte von der Grundsteinlegung der KRABAT-Mühle am 19.05.2009, wo sowohl Herr Nitzsche als auch Herr Kraus zugegen waren. Nach Rückfrage versicherte uns Herr Kraus (der im übrigen parteilos ist) für Niemanden, auch nicht für Herrn Nitzsche, Wahlwerbung zu betreiben.
 
Das Bild wurde inzwischen auch wieder von der Internetseite von Herrn Nitzsche entfernt! Damit ist für uns der Vorgang abgeschlossen.
 
Dennoch betrübt es uns, wie unverantwortlich hier Meldungen von Ihnen in der Presse lanciert werden und der Vorwurf verbreitet wird, Herr Kraus alias KRABAT würde Wahlwerbung für Herrn Nitzsche betreiben. Hier hätten wir erwartet, dass der Fall zuvor gründlich recherchiert wird. Denn wie sich herausgestellt hat, stimmt der Vorwurf nicht. Leider werden nun mit dem Artikel neben Herrn Kraus, als Privatperson und ehrenamtlich tätigen Darsteller der KRABAT-Figur sowie Botschafter der Oberlausitz, die falschen Akteure bestraft, nämlich die, welche seit über 10 Jahren zielgerichtet im KRABAT e.V. die Marke KRABAT und die Erlebniswelt der KRABAT-Region entwickeln sowie gemeinsam mit uns vermarkten. Die bisher erfolgreiche Entwicklung der Marke KRABAT, von der inzwischen auch viele Unternehmen und touristische Leistungsanbieter profitieren, erfährt auf diese Weise von Pressearbeit einen herben Rückschlag.
 
Im Namen aller Beteiligten bitte ich Sie, entsprechend Ihren Möglichkeiten, darauf hinzuwirken, dass das Ansehen von Herrn Kraus als Privatperson und in seiner Funktion als KRABAT-Darsteller sowie der Marke KRABAT im Interesse der zweisprachigen Oberlausitz/KRABAT-Region öffentlich richtig gestellt wird. Vielen Dank.
 
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
 
Mit besten Grüßen

Lars Neitzel, MAS
Regionalmanager

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Marketing-Gesellschaft
Oberlausitz-Niederschlesien mbH
Tzschirnerstraße 14a
02625 Bautzen