Kreisvorsitzender

PM 2017-5 | Grüne diskutieren mit den Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft nach der Kohle in Hoyerswerda

06. April 2017 18:00 Uhr, Kulturfabrik, Hoyerswerda, Braugasse 1

mit Stephan Kühn (MdB) und Dr. Gerd Lippold (MdL)


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN laden die Bürgerinnen und Bürger ein, gemeinsam über die Zukunft in der Lausitz nach der Kohle zu diskutieren. Dabei ist es nicht entscheidend, wann genau der Ausstieg aus der Kohle kommt. Entscheidend ist, dass wir jetzt beginnen, die Zukunft nach dem Auslaufen der Kohleförderung und ihrer Verstromung zu besprechen, damit wir Übergänge gestalten können und nicht Strukturbrüche erleiden müssen. Die politischen Entscheidungen des Klimagipfels in in Paris und deren Umsetzung in Berlin lassen indes keine Zweifel mehr zu: der Kohleausstieg kommt.

Gerd Lippold (MdL), Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Die Zwischenziele des nationalen Klimaschutzplans 2050 für 2030 bedeuten, dass auch in Sachsen Braunkohlekraftwerksblöcke schon weit vor 2030 den Betrieb einstellen müssen. Der Pfad zur Halbierung der Emissionen in 2030 wird zwingend dazu führen, dass etwa die Hälfte der bereits heute zum Abbau genehmigten Braunkohle nicht mehr benötig wird. Es ist offensichtlich, dass Aufschlüsse neuer Tagebaue und Erweiterungen bestehender Tagebaue damit erst recht überflüssig geworden sind. Deshalb ist es höchste Zeit über die Zeit nach der Kohle zu sprechen."

Stephan Kühn (MdB), Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag:

„Es freut mich sehr, wie die Debatte um den Strukturwandel in der Ober- und Niederlausitz an Fahrt aufnimmt. Vor über einem Jahr haben wir Grünen dazu erste politische Ideen in Form eines Impulspapieres „Perspektiven für die Lausitz nach der Kohle“ vorgelegt. Die jetzigen Aktivitäten zeigen, dass die wichtigen Akteure vor Ort die kommenden Veränderungen anerkennen und mitgestalten wollen. Diese Debatten dürfen jetzt nicht nur durch Experten und von Politikern sondern müssen mit den Lausitzerinnen und Lausitzern geführt werden. Sie sind die Träger des Strukturwandels und zugleich seine größte Ressource. Deshalb plädiere ich sehr dafür, bereits jetzt alle Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zu nutzen.“


Eingeladen wird zu gemeinsamen Gesprächs- und Ideenrunden, deren Ergebnisse auch im Internet (https://www.facebook.com/GR%C3%9CNE-Lausitz-338183503210687/) weiter diskutiert werden können. Unter www.gruene-lausitz.de sind die bisherigen Vorstellungen der Bündnisgrünen für einen Strukturwandel in der Nieder- und Oberlausitz abrufbar.


Beste Grüße


Jens Bitzka
Kreisvorsitzender