Kreisvorsitzender

PM 2011-3: Stadtrat Daehne: "Es geht um Radebergs Gesicht"

Eines möchte ich gleich zu Anfang klarstellen: Ich bin für die Neubebauung des Areals und ich bin dafür das Handel in die Innenstadt zieht. Darüber hinaus bin ich aber auch dafür, dass wir unsere Stadt nach sozialen, kulturellen und ästhetischen Gesichtspunkten gestalten.

Und deshalb geht es aus meiner Sicht bei dem EDEKA- Projekt für Radeberg nicht einfach um einen weiteren Supermarkt sondern vor allem um die Frage der bewussten Gestaltung unserer Stadt.

Es ist nicht der erste Supermarkt der in Radeberg gebaut werden soll, was also ist anders als sonst? Die Lage !

Denn diese Lage als „Tor zur Innenstadt“ an der städtischen Hauptverkehrsader weißt dem Ort eine besondere Bedeutung zu – er gibt Radeberg Gesicht - und das hat durchaus weitreichende und sehr konkrete Auswirkungen. Einmal auf das Stadtimage, also das Bild das Besucher und Durchreisende von Radeberg in die Welt tragen. Als auch für die Identität, die emotionale Bindung der Bürger an ihre Stadt. Unterstellt man die Absicht beide Anliegen mit der geplanten Bebauung positiv beeinflussen zu wollen muss man also die vorliegenden Planungen dahingehend hinterfragen.

 

Stadtrat Rolf Daehne

Stadtrat Rolf Daehne

Eines möchte ich gleich zu Anfang klarstellen: Ich bin für die Neubebauung des Areals und ich bin dafür das Handel in die Innenstadt zieht. Darüber hinaus bin ich aber auch dafür, dass wir unsere Stadt nach sozialen, kulturellen und ästhetischen Gesichtspunkten gestalten.

Und deshalb geht es aus meiner Sicht bei dem EDEKA- Projekt  für Radeberg nicht einfach um einen weiteren Supermarkt sondern vor allem um die Frage der bewussten Gestaltung unserer Stadt.

Es ist nicht der erste Supermarkt der in Radeberg gebaut werden soll, was also ist anders als sonst?  Die Lage !

Denn diese Lage als  „Tor zur Innenstadt“ an der städtischen Hauptverkehrsader weißt dem Ort eine besondere Bedeutung zu – er gibt Radeberg Gesicht - und das hat durchaus weitreichende und sehr konkrete Auswirkungen. Einmal auf das Stadtimage, also das Bild das  Besucher und Durchreisende von Radeberg in die Welt tragen. Als auch für die Identität, die emotionale Bindung der Bürger an ihre Stadt. Unterstellt man die Absicht beide Anliegen mit der geplanten Bebauung positiv beeinflussen zu wollen muss man also die vorliegenden Planungen dahingehend hinterfragen.

Auch wenn es viele Geschmäcker gibt, so empfinden doch die meisten Menschen ein Gesicht als schön wenn es  individuell und proportional ist – auch ein städtisches.

Ist ein betoniertes Fußballfeld individuell?

Harmoniert diese Proportion mit einer Umgebung von 2 bis 4-stöckigen Häusern?  

Oder dominiert diese Fläche die aus dem optischen verschmelzen des neuen Parkplatzes mit den beiden vorhandenen Parkplätzen (LIDL und Oberstraße gegenüber Wohnbau) entsteht das gesamte Areal, woran auch ein Paar Bäume nichts ändern können?

Ist es vorteilhaft wenn ein Parkplatz zum prägenden Element im Stadtgesicht wird?

Aufgrund der demographischen Entwicklung und der gestiegenen Flexibilität der Bürger haben wir es mit einem zunehmenden Wettbewerb der Städte um Einwohner, Besucher und Investoren zu tun.  Entscheidet für das Ja zu einer Stadt ist dabei  aus meiner Sicht eher die Aufenthaltsqualität. Und diese wird wohl eher durch ein individuelles und proportionales Stadtgesicht befördert als durch ein betoniertes Fußballfeld.

Rolf Daehne

GRÜNEN- Stadtrat in Radeberg


Hintergrund:

An Radebergs zentraler Straßenkreuzung soll ein neuer Supermarkt entstehen. Nach den vorliegenden Planungsunterlagen würden dadurch 2 vorhandene Parkplätze mit dem dann neu entstehenden Parkplatz optisch zu einer Mega-Beton- Fläche von 8000m² verschmelzen.


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Eine Information von www.gruene-bautzen.de