Kreisvorsitzender

PM 2011-2: Thomas Stolle nimmt Stellung zum Tropenholzeinsatz bei der neuen Fahrradbrücke

Für die Grünen nicht nachvollziehbar ist die Notwendigkeit des Tropenholzeinsatzes beim Brückenbau über die Schwarze Elster zwischen Hoyerswerda und Seidewinkel. Stolle: "Das Holz ist extrem hart und salzwasserbeständig. Deshalb wird es leider immer noch im Wasserbau eingesetzt. Doch für die meisten Tropenhölzer gibt es heimische Alternativen, hier z.B. Eiche, Lärche, Robinie oder Ulme. Besser jedoch ist es ganz vom Holz abzugehen und verzinktes Material zu verwenden. Das hätte für die Brücken, die gar nicht dauerhaft dem Wassereinfluss ausgesetzt sind, völlig ausgereicht!"

 

Thomas Stolle (Sprecher Regionalgruppe Hoyerswerda und Umland)

Zu: „Fahrradbücke montiert“ (SZ 03.01.2011)

„Hoyerswerda. Die Fahrradbrücke über die Schwarze Elster zwischen Hoyerswerda und Seidewinkel ist am 1. Dezember montiert worden. Die Brücke mit einer Spannweite von 42 Metern besteht aus afrikanischem Bongossi-Holz. Die Freigabe folgt noch. (aw)“

Für die Grünen nicht nachvollziehbar ist die Notwendigkeit des Tropenholzeinsatzes beim Brückenbau über die Schwarze Elster zwischen Hoyerswerda und Seidewinkel. Stolle: "Das Holz ist extrem hart und salzwasserbeständig. Deshalb wird es leider immer noch im Wasserbau eingesetzt. Doch für die meisten Tropenhölzer gibt es heimische Alternativen, hier z.B. Eiche, Lärche, Robinie oder Ulme. Besser jedoch ist es ganz vom Holz abzugehen und verzinktes Material zu verwenden. Das hätte für die Brücken, die gar nicht dauerhaft dem Wassereinfluss ausgesetzt sind, völlig ausgereicht!"  

"Da noch kein Brückenbuch da ist, ist auch noch nicht geklärt, ob das Holz aus Kamerun stammt. "Die Verwendung von Bongossi-Holz aus Kamerun ist äußerst problematisch. Es ist hinlänglich bekannt, dass Bongossi-Holz kein Plantagenholz ist, sondern in Raubbau aus den Regenwäldern des Kongo-Beckens geschlagen wird. In Kamerun sind die meisten Urwälder bereits zerstört!" Lophira alata ist eine sehr seltene Baumart und möglicherweise vom Aussterben bedroht."

Die regionalen GRÜNEN so Stolle wollen wieder erreichen, dass die Gemeinden die Mitgliedschaft im Klimabündnis europäischer Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder „Alianza desl Clima e.V.“ beantragen und sich somit ganz konkret zu globalen und lokalen Entwicklungserfordernissen bekennen und danach handeln.

Hoyerswerda ist aus Gründen der Haushaltskonsolidierung 2004 aus diesem Verein ausgetreten. Grund für den Eintritt in diese Vereinigung (1996) war der Bau des Eingangsbereiches des ZOO Hyerswerda mit Tropenholz und dem damit verbundenen Druck der PDS – Fraktion im Stadtrat. Und genau diese hat 2004 den Austritt beantragt.

Auch wenn die Stadt Hoyerswerda z.Z. wieder in einem „Klimaschutzverein“ ist, wird sie mit Vertragsende aus dem jetzigen Verhältnis mit dem „Klimaschutzverein e.V. mit Sitz in Görlitz auf Vorschlag des agierenden Gutachters 2012 austreten.

Im privaten Bereich besteht natürlich Aufklärungsbedarf. Im Öffentlichen Bereich ist ein Verbot zur Verwendung von Tropenholz aber auch, so Stolle, Holz aus dem Ural angesagt.

"Wir sammeln die 100€ Beitrag für Hoyerswerda und den jeweiligen Beitrag für die anderen Gemeinden in der Regionalgruppe der GRÜNEN."

Thomas Stolle
Sprecher Regionalgruppe Hoyerswerda und Umgebung