Kreisvorsitzender

Jens Bitzka

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Wasserqualität - Katastrophale Noten für Spree, Schwarze Elster und Schwarzwasser

Kallenbach: Mehr als 100 Fließgewässer im Gebiet der Landesdirektion Dresden wurden mit der Note 5 bewertet

Dresden. Die Wasserqualität der Spree, Schwarzen Elster und Schwarzwasser, aber auch des Langen Wassers und der Großen Röder ist unzureichend.

Das ergab die Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der umweltpolitischen Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, Gisela Kallenbach.

 

"Alle Gewässer müssen bis 2015 gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie einen guten Zustand erreichen. Schwarze Elster, Schwarzwasser, Langes Wasser und Große Röder weisen aber eine schlechte ökologische Beschaffenheit auf (Note 5)", so die Landtagsabgeordnete. Auch der Spree wird mit <<ungenügend>> (Note 4) ein kritischer Zustand bescheinigt."

"Der chemische Zustand der Schwarzen Elster, der Großen Röder und des Langen Wassers wird aufgrund starker Grenzüberschreitungen von Pestiziden und Schadstoffen mit <<nicht gut>> bewertet."

 

"Leider sind die katastrophalen Noten für die natürlichen Oberflächengewässer in Sachsen nicht die Ausnahme sondern die Regel", beklagt Kallenbach. "Der ökologische Zustand von über 100 Fließgewässern in der Landesdirektion Dresden wurde mit der Note 5 (schlecht) - bewertet. Lediglich 24 Gewässer im Gebiet der Dresdner Landesdirektion können nach Angaben des Umweltministeriums bis 2015 eine gute Wasserqualität erreichen."

MdL Gisela Kallenbach


Kallenbach: Mehr als 100 Fließgewässer im Gebiet der Landesdirektion Dresden wurden mit der Note 5 bewertet

Dresden. Die Wasserqualität der Spree, Schwarzen Elster und Schwarzwasser, aber auch des Langen Wassers und der Großen Röder ist unzureichend.
Das ergab die Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der umweltpolitischen Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, Gisela Kallenbach.

"Alle Gewässer müssen bis 2015 gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie einen guten Zustand erreichen. Schwarze Elster, Schwarzwasser, Langes Wasser und Große Röder weisen aber eine schlechte ökologische Beschaffenheit auf (Note 5)", so die Landtagsabgeordnete. Auch der Spree wird mit <<ungenügend>> (Note 4) ein kritischer Zustand bescheinigt."
"Der chemische Zustand der Schwarzen Elster, der Großen Röder und des Langen Wassers wird aufgrund starker Grenzüberschreitungen von Pestiziden und Schadstoffen mit <<nicht gut>> bewertet."

"Leider sind die katastrophalen Noten für die natürlichen Oberflächengewässer in Sachsen nicht die Ausnahme sondern die Regel", beklagt Kallenbach. "Der ökologische Zustand von über 100 Fließgewässern in der Landesdirektion Dresden wurde mit der Note 5 (schlecht) - bewertet. Lediglich 24 Gewässer im Gebiet der Dresdner Landesdirektion können nach Angaben des Umweltministeriums bis 2015 eine gute Wasserqualität erreichen."

"Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer muss endlich ein Programm vorlegen, um die Wasserqualität deutlich zu erhöhen. Sonst drohen  ab dem Jahr 2015 empfindliche Strafzahlungen."

Denn die von der EU-Wasserrahmenrichtlinie geforderte Qualität erreichen von 487 natürlichen Oberflächengewässern in Sachsen zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal fünf Prozent. 85 Prozent werden laut Aussagen von Minister Kupfer auch bis 2015 keinen guten ökologischen Zustand erreichen.

Kallenbach sieht in Minister Kupfer auch einen Mitschuldigen an der Misere: "Als Landwirtschaftsminister muss er den biologischen Landbau stärker fördern, der bislang in Sachsen unter vier Prozent ausmacht, als Umweltminister viel zügiger die Umrüstung dezentraler Kleinkläranlagen voran bringen. Beim jetzigen Fördertempo brauchen wir noch über 20 Jahre zur Umstellung der Anlagen. Denn die chemische Belastung der Oberflächengewässer ist vor allem auf die Einleitung von Klärwasser und Industriechemikalien und den hohe Pestizideinsatz in Sachsens Landwirtschaft zurückzuführen. Die Landwirte tragen mit der Düngung der Ackerflächen maßgeblich zum Chemiecocktail im Wasser bei."


Kleine Anfrage Wasserqualität Grundwasserkörper
http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/121f0f70.l
 
Kleine Anfrage Wasserqualität Oberflächengewässer
http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/aa23ae40.l

 
Hintergrund:
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Die EU-Wasserrahmenrichtline (WRRL) zielt auf den Schutz und die Verbesserung des qualitativen Zustands der Gewässer und die Förderung einer nachhaltigen, ausgewogenen Wasserwirtschaft. Das wichtigste Ziel: Bis zum Jahr 2015 sollen möglichst viele Oberflächengewässer und Grundwasservorkommen in Europa den »guten Zustand« erreicht haben.
(Gute Wasserqualität ergibt sich aus dem guten ökologischen Zustand (GÖZ), guten ökologischen Potential (GÖP) und guten chemischen Zustand (GCZ), siehe Anlage zur Kleinen Anfrage 5/6044)

Der ökologische Zustand eines Gewässers wird anhand der vorkommenden Arten an Fauna (Fische und wirbellose Tiere wie Insektenlarven) sowie Flora (also Plankton und Wasserpflanzen) ermittelt. Unterstützend zur Beurteilung werden die Wasserbeschaffenheit, das Aussehen und der technische Zustand von Gewässerbett, Ufer und Aue sowie allgemeine chemische und physikalisch-chemische Parameter herangezogen. Ein "guter ökologischer Zustand" ist dann erreicht, wenn sich die Zusammensetzung der vier Qualitätskomponenten Fische, wirbellose Tiere, Plankton und Wasserpflanzen nur geringfügig von der natürlichen Situation ohne menschliche Eingriffe unterscheidet.

Pressemitteilung Landtagsfraktion