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Und immer wieder Wölfe - Leserbrief von Gisbert Hiller

Seit 2002 setze ich mich für die Akzeptanz und Toleranz der Wölfe ein.

Über 8700 Zuhörer ( vom Kind bis zum Senior, vom Laien bis zum Fachmann(-frau) hatte ich bis jetzt bei meinen Wolfsvorträgen und Exkursionen in meiner ehrenamtlichen und freiberuflichen Tätigkeit als Ranger.

Eins ist mir in letzter Zeit aufgefallen- Die ländliche Bevölkerung hat es durch die Vielzahl von Stellen, die für Teile des Wolfsmanagement verantwortlich sind, schwer den richtigen Ansprechpartner in den Landkreisen zu finden.

 

Nun haben die Landräte eine sehr überspitzte Meinung kund getan, die hat natürlich ihre Wirkung nicht verfehlt.

Als Mitglied des Kreistages vom LK Bautzen, kann ich diese Hinterfragung verstehen, da wir zur letzten Haushaltsdebatte die Wirklichkeit schwarz auf weiß vor uns liegen hatten!

Ich sehe hier nur die Absicht unsere Landesregierung wach zu rütteln, denn es gäbe noch viele Einsparpotentiale, die außerhalb des Natur- und Artenschutzes zu suchen wären!

Gisbert Hiller (parteilos) für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Bautzen

Leserbrief:

Und immer wieder Wölfe:

Seit 2002 setze  ich  mich für die Akzeptanz und Toleranz der Wölfe ein.
Über 8700 Zuhörer ( vom Kind bis zum Senior, vom Laien bis zum Fachmann(-frau) hatte ich bis jetzt bei meinen Wolfsvorträgen und Exkursionen in meiner ehrenamtlichen und freiberuflichen Tätigkeit als Ranger.
Eins ist mir in letzter Zeit aufgefallen- Die ländliche Bevölkerung hat es durch die Vielzahl von Stellen, die für Teile des Wolfsmanagement verantwortlich sind, schwer den richtigen Ansprechpartner in den Landkreisen zu finden.

Nun haben die Landräte eine sehr überspitzte Meinung kund getan, die hat natürlich ihre Wirkung nicht verfehlt.
Als Mitglied des Kreistages vom LK Bautzen, kann ich diese Hinterfragung verstehen, da wir zur letzten Haushaltsdebatte die Wirklichkeit schwarz auf weiß vor uns liegen hatten!
Ich sehe hier nur die Absicht unsere Landesregierung wach zu rütteln, denn es gäbe noch viele Einsparpotentiale, die außerhalb des Natur- und Artenschutzes zu suchen wären!

Nach meiner Auffassung gibt es sie dennoch, die Einsparmöglichkeiten beim Wolfsschutz.
Wenn wir uns den neuen Wolfsmanagementplan  anschauen, so sehen wir, die Mitarbeiter von LUPUS,  das Kontaktbüro Wolfsregion- Lausitz, den Wolfsmanager (Wolfsbeauftragten) im Biosphärenreservat und die Verantwortlichen in den jeweiligen Landkreisen, die laut Managementplan für Öffentlichkeitsarbeit, Monitoring und Gutachtertätigkeit neu im Aufgabenbereich integriert sind.
Ich vergas noch das Senckenbergmuseum in Görlitz, dort werden die Kotproben analysiert.
Meine Frage brauchen wir wirklich alle, dieser zwischengeschalteten  Stellen?
Hier dürfte aus meiner Sicht einiges zu sparen sein, wenn wir von Bürgernähe sprechen und Wölfe leben nun mal  in unseren jeweiligen Landkreisen. Deshalb ist diese unterste Stufe  bei den Landratsämtern, die bürgernaheste Anlauf- bzw. Kontaktstelle. So sieht es theoretisch der Managementplan Wolf in Sachsen vor, es muss nur noch praktisch funktionieren.

Im Schadensfall und bei Auffälligkeiten soll der Beobachter oder der Betroffene informieren.
Es kann die Polizei, LUPUS, der Wolfsbeauftragter, das Kontaktbüro, das Landratsamt oder die Gemeinde sein.
Hier muss eine Vereinfachung her, weil es Zeiten gibt, wo diese Stellen nicht besetzt sind und der Bürger darüber hinaus nicht die Telefonnummern bei der Hand hat.
Oder hat jeder einen Managementplan griffbereit? Sicherlich nicht!
Mein Vorschlag war schon 2002, wo ich Mitglied der so genanten SOKO Wolf war, eine Hotline bzw. eine Telefonnummer in den Landkreisen zu installieren, die eine Art Informationskette unter den Fachleuten auslöst (z. B Rettungsleitstellen, da sie rund um die Uhr besetzt sind ).

Darüber hinaus sollte man auch mal nachdenken, neue Ausschreibungen zu veranlassen, somit könnten Werks-, Honorar- und Beschäftigungsverträge neu verhandelt werden und manch eine Stelle ist , wenn wir von Bürgernähe sprechen, praktisch auch abzuschaffen.

Dies bedeutet nicht den Schutz des Wolfes, der gesetzlich festgeschrieben ist, auszuhebeln! Jedes geschützte Tier bedarf der nationalen und internationalen Verantwortung, diese kann niemand, auch Landräte nicht, in Frage stellen.

Gisbert Hiller – Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger