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Lehrermangel macht Lehrer krank - Grundschul- und Gymnasiallehrer in Dresden u. Bautzen besonders betroffen

GRÜNE warnen vor gefährlicher Abwärtsspirale Dresden. Der Lehrermangel in Sachsen macht die Lehrer krank. Dies zeigen vom Kultusministerium auf Anfrage der GRÜNEN-Fraktion veröffentlichte Zahlen zum Krankenstand der Lehrer in den vergangenen drei Jahren. Zwar sind die Ausfalltage bis auf die Berufsschulen in allen Schularten seit 2010 gestiegen, in den einzelnen Regionen Sachsens jedoch unterschiedlich stark. Bei den Grundschulen kann man vor allem in der Region Dresden einen besonderen Anstieg beobachten, bei den Mittelschulen hingegen in Leipzig. Seit 2009 gibt es bei den Gymnasien in den Regionen Bautzen, Chemnitz und Dresden einen signifikanten Anstieg der Ausfalltage wegen Krankheit. Für die Förderschulen ist dies besonders in den Regionalbezirken der drei großen Städten zu beobachten.

 

MdL Annekathrin Giegengack

GRÜNE warnen vor gefährlicher Abwärtsspirale

Dresden. Der Lehrermangel in Sachsen macht die Lehrer krank. Dies zeigen vom Kultusministerium auf Anfrage der GRÜNEN-Fraktion veröffentlichte Zahlen zum Krankenstand der Lehrer in den vergangenen drei Jahren. Zwar sind die Ausfalltage bis auf die Berufsschulen in allen Schularten seit 2010 gestiegen, in den einzelnen Regionen Sachsens jedoch unterschiedlich stark. Bei den Grundschulen kann man vor allem in der Region Dresden einen besonderen Anstieg beobachten, bei den Mittelschulen hingegen in Leipzig. Seit 2009 gibt es bei den Gymnasien in den Regionen Bautzen, Chemnitz und Dresden einen signifikanten Anstieg der Ausfalltage wegen Krankheit. Für die Förderschulen ist dies besonders in den Regionalbezirken der drei großen Städten zu beobachten.

"Die Belastung durch Vertretungen und Abordnungen ist inzwischen offenbar so hoch, dass immer mehr Lehrer gesundheitliche Probleme bekommen. Ich befürchte, hier hat sich eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt", erklärt Annekathrin Giegengack, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion.

Am schwierigsten ist die Situation an den Förderschulen. Dies spiegelt sich im Krankenstand wieder. Hier fällt ein Lehrer im Durchschnitt 16 Tage pro Jahr wegen Krankheit aus, sonst im Durchschnitt 12 Tage. Auch der Anteil der langzeitkranken Lehrer hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Besonders betroffen sind davon die Grundschulen. Wenn hier Lehrer krank werden, dann häufig länger als sechs Wochen.

"Bei diesen Zahlen sollten bei der Ministerin, die selbst jahrelang Lehrerin war, die Alarmglocken schrillen. Der Lehrermangel geht ganz klar auf Kosten der Gesundheit der im Schuldienst stehenden Lehrer. Gedankenspiele, die Abminderungsstunden für ältere Lehrkräfte auch noch zu streichen, sollten tunlichst unterbleiben. Die Lehrer haben ihre Belastungsgrenze schon überschritten", so Giegengack.

Hintergrund:

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Kleine Anfrage (Drs. 5/9172):

http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=9172&dok_art=Drs&leg_per=5&pos_dok=-1

Diagramm: Ausfalltage pro Lehrer: http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/262269f5.l

Diagramm: Anteil der Ausfalltage von Langzeitkranken an den Ausfalltagen insgesamt: http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/18315f02.l

 

Quelle: Pressemitteilung Landtagsfraktion