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Grüne Kreisrätin fordert: Keine weiteren Zuschüssen mehr für den Flugplatz Bautzen

Während die Zuschüsse für Musik- und Volkshochschule um 200.000 Euro und für den Kinder- und Jugendsport um 100.000 Euro gekürzt werden, müssen sich die Freizeitpiloten des Landkreises keine Sorgen um ihr Hobby machen. Der Landkreis verringert die Zuschüsse für den Flugplatz Bautzen nur um 20.000 Euro auf 140.000 Euro. Dabei sind die Zukunftsaussichten für Flugplatz mehr als düster. Nachdem sich nach einer europaweiten Ausschreibung niemand gefunden hat, der den unrentablen und sanierungsbedürftigen Flugplatz haben möchte, soll eine Unternehmerinitiative, deren Mitglieder sich zumeist am Flugplatz angesiedelt haben, an einer Übernahme interessiert sein. Trotz dieser

Privatisierung sollen die Steuerzahler weiterhin für den unrentablen Flugplatz zahlen, so der Wunsch des Landrates. Laut Aussagen von Michael Harig gegenüber Radio Lausitz soll sich durch die Privatisierung der Zuschuss des

Kreisrätin Anemarie Rentsch

Während die Zuschüsse für Musik- und Volkshochschule um 200.000 Euro und für den Kinder- und Jugendsport um 100.000 Euro gekürzt werden, müssen sich die Freizeitpiloten des Landkreises keine Sorgen um ihr Hobby machen. Der Landkreis verringert die Zuschüsse für den Flugplatz Bautzen nur um 20.000 Euro auf 140.000 Euro. Dabei sind die Zukunftsaussichten für Flugplatz mehr als düster. Nachdem sich nach einer europaweiten Ausschreibung niemand gefunden hat, der den unrentablen und sanierungsbedürftigen Flugplatz haben möchte, soll eine Unternehmerinitiative, deren Mitglieder sich zumeist am Flugplatz angesiedelt haben, an einer Übernahme interessiert sein. Trotz dieser Privatisierung sollen die Steuerzahler weiterhin für den unrentablen Flugplatz zahlen, so der Wunsch des Landrates. Laut Aussagen von Michael Harig gegenüber Radio Lausitz soll sich durch die Privatisierung der Zuschuss des Landkreises von derzeit 160.000 Euro (obwohl im Kreishaushalt für 2010 nur 140.000 Euro eingeplant sind) auf 50.000 im Jahre 2013/2014 verringern. „Dies ist reine Illusion“, so die Kreisrätin Annemarie Rentsch. „Selbst der aktuelle Finanzplan des Flugplatzes Bautzen bis 2013 sieht vor, dass sich der Kreis mit 160.000 Euro jährlich beteiligt.“ Eine kleine Anfrage der Grünen ergab zudem, dass Fliegen ohne Flugleiter, also ohne ständige Besetzung der Flugleitung, am Flugplatz Bautzen aufgrund der Zulassung für den Instrumentflugbetrieb nicht möglich ist. Damit kann bei den Personalkosten kaum gespart werden. Außerdem muss dringend investiert werden. Die Investitionen für den Erhalt und die Wartung sämtlicher Flugflächenbetriebsflächen, technischer Anlagen, flugspezifischer Gebäude und Einrichtung einschließlich der dazu notwendigen Planungsleistungen wurden 2008 auf ca. 2,1 Mio. Euro netto geschätzt. Das ergab eine Kleine Anfrage der Grünen im Jahr 2008. Ob die neuen Betreiber in der Lage sind, diese Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen, ist sehr zweifelhaft.

Deshalb fordert die von Kreisrätin der Grünen, Annemarie Rentsch, endlich einen klaren Schlussstrich zu ziehen. "Der Flugplatz hat kaum wirtschaftliche Ausstrahlungskraft und erst recht keine Perspektive. Wir können nicht bei den Kindern und der Jugend sparen und uns dann so ein Luxus leisten. Es ist schon aus rein wirtschaftlicher Vernunft unverantwortlich, weiterhin am Flugplatz festzuhalten", ist sich die Kreisrätin Annemarie Rentsch sicher.


Hintergrundinformationen:


http://www.radiochemnitz.de/__AUDIO__/news_0000154433.mp3     (Landrat Michael Harig zur Zukunft des Flugplatzes Bautzen, heute im Interview
mit Radio Lausitz)


http://www.radiolausitz.de/index1.html (Punkt:Flugplatzverkauf rückt näher)