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Doppelhaushalt 2015/16 - GRÜNE: Beschluss zum FÖJ mit folgenschwerer Finanzierungslücke

MdL Franziska Schubert

Schubert: Viele FÖJ-Stellen auf der Kippe - Ostsachsen besonders betroffen

Dresden. "CDU- und SPD-Fraktion sorgen mit ihrem Beschluss zum Doppelhaushalt 2015/2016 für eine folgenschwere Finanzierungslücke beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)", kritisiert Franziska Schubert, haushaltspolitische Sprecherin der GRÜNEN-Fraktion im Sächsischen Landtag.

"Bis 2014 stammte die Förderung für das FÖJ aus Bundesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Das Geld aus dem ESF fiel bereits 2014 weg, nun fehlt auch die sächsische Förderung. Insgesamt sollen jetzt statt 1,8 Millionen Euro nur noch 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Dadurch ergibt sich eine Finanzierungslücke von jährlich 300.000 Euro, die die Träger ausgleichen müssen. Das heißt, künftig müssen die Einsatzstellen, in denen die jungen Freiwilligen arbeiten, die Lücke schließen. Viele von ihnen werden das nicht können."

"CDU- und SPD-Fraktion lehnten einen Änderungsantrag der GRÜNEN-Fraktion ab, mit dem dieser Missstand behoben worden wäre. Ich halte das für unverantwortlich", sagt Schubert.

"Bisher konnten 330 FÖJ-Stellen in Sachsen finanziert werden. Das wird sich aufgrund des fehlenden Geldes ändern. Das ist umso bedauerlicher, weil das FÖJ einen wertvollen Beitrag sowohl für die Gesellschaft zur Umsetzung nachhaltiger Ideen als auch für die Teilnehmenden zur persönlichen und beruflichen Orientierung leistet."

"Die Arbeit der Freiwilligen und der Einsatzstellen sind nicht hoch genug zu schätzen. Einsatzstellen in Ostsachsen sind z.B. der Naturschutz-Tierpark Görlitz, der Tierpark Zittau e.V., der Tierpark Bischofswerda und der Tierpark Weißwasser; die Schäfereien Horn und Klose; das Tierheim Horka, das Tierheim Görlitz, das Tierheim in Bautzen/Bloaschütz; die Schullandheime in Bautzen und Hainewalde und der Waldhäusl e.V. in Oderwitz", erläutert die Abgeordnete.

"Die Quote der Jugendlichen, die nach diesem Bildungs- und Orientierungsjahr einer qualifizierten Ausbildung oder einem Studium nachgehen, liegt bei über 90 Prozent. Aus Reihen der SPD hieß es, das FÖJ wäre ein Jahr für >>Akademikerkinder, die mal öko spielen wollen<<. Diese Bemerkung ist völlig unqualifiziert und eine maßlose Frechheit. Denn dieses Bildungs- und Orientierungsjahr bildet bei jungen Menschen Kompetenzen aus, die sie fürs Leben und in dieser Gesellschaft brauchen."

 

Quelle: Pressemitteilung