Kreisvorsitzender

Jens Bitzka

Telefon: 0177 5692070
jens(at)bitzka.de

BUNTES Engagement in der Lausitz

Wer die Lausitz kennt, weiß was ich meine: wandern durch grenzenlose Wälder, schwimmen in und surfen auf zahlreichen Teichen und Seen, sorbische Kultur, Umgebindehäuser, Möglichkeiten für Lebensexperimente, Trinationalität, sympathische, zuverlässige Menschen, und … leider zu viele Nazis und ein paar Wenige, die sich gegen Rechtsradikale und ihre Veranstaltungen wehren. Von Letzteren möchte jedoch die Mehrheit in der Lausitz bzw. in Sachsen nichts wissen.

 

Obwohl der Verlag „Deutsche Stimme“ der NPD sein europaweites Pressefest mit über 2.000 Besuchern jedes Jahr am Quitzdorfer Stausee bei Niesky feiert, obwohl in Bautzen über 100 maskierte sogenannte „Freie Kräfte“ der rechtsradikalen Szene unangemeldet mit Fackeln durch die Stadt ziehen, obwohl in Geheege (20 km von Görlitz) Nazikonzerte mit über 1.300 Besuchern regelmäßig stattfinden, stört das die meisten jedoch nicht.

Wer die Lausitz kennt, weiß was ich meine: wandern durch grenzenlose Wälder, schwimmen in und surfen auf zahlreichen Teichen und Seen, sorbische Kultur, Umgebindehäuser, Möglichkeiten für Lebensexperimente, Trinationalität, sympathische, zuverlässige Menschen, und … leider zu viele Nazis und ein paar Wenige, die sich gegen Rechtsradikale und ihre Veranstaltungen wehren. Von Letzteren möchte jedoch die Mehrheit in der Lausitz bzw. in Sachsen nichts wissen.

Obwohl der Verlag „Deutsche Stimme“ der NPD sein europaweites Pressefest mit über 2.000 Besuchern jedes Jahr am Quitzdorfer Stausee bei Niesky feiert, obwohl in Bautzen über 100 maskierte sogenannte „Freie Kräfte“ der rechtsradikalen Szene unangemeldet mit Fackeln durch die Stadt ziehen, obwohl in Geheege (20 km von Görlitz) Nazikonzerte mit über 1.300 Besuchern regelmäßig stattfinden, stört das die meisten jedoch nicht.

„Da können wir doch eh nichts machen!“ oder „Das geht uns nichts an, die tun doch niemanden was, wenn die da feiern“ sind häufige Aussagen von BürgerInnen.

BürgermeisterInnen oder PfarrerInnen sind da leider keine Ausnahme. Die Wenigen, die nicht wegsehen und schweigen, haben es dann oft schwer und müssen sich zudem mit Vorurteilen und teilweise mit der Anschuldigung,„linksextremistisch“ zu sein, auseinandersetzen. Dadurch wird die eine Arbeit gegen Rechtsradikalismus erschwert und teilweise kriminalisiert.

Das nehmen die Wenigen, zu denen ich mich zähle, nicht hin, denn jeder kann etwas tun und hat die Möglichkeit sich zu beteiligen. Verschiedene Bündnisse wie z.B. „Bunter Schall als Widerhall“ laden zum Austausch, zur Organisation und zur Aktion ein. Im Juli 2011 organisierte das Bündnis kurzerhand eine Plakataktion „Für Quitzdorf nur bunte Gäste“ und ein buntes Familienfest mit vielen kreativen Aktionen gegen das Deutsche Stimme-Pressefest. Im November 2011 gab es dafür den sächsischen Demokratiepreis. Auch in diesem Jahr konnte durch das Bündnis gegen den NPD-Landesparteitag in Ostritz eine Protestplattform für viele Bürger geschaffen werden. Über 300 Teilnehmer demonstrierten friedlich und setzten in der Lausitz ein Zeichen.

Jeder kann mitmachen, jeder kann etwas beitragen und gegen Rechtsradikalismus in der Lausitz tun. Damit sind wirklich alle gemeint: alle demokratischen Parteien, die Kirchen, LadenbesitzerInnen, BürgermeisterInnen, Betriebe, Gewerkschaften und BürgerInnen. Auf, dass die Lausitz bunter wird …

Manja Richter, Sozialarbeiterin, Bautzen


Dieser Artikel ist zuerst in der sächsischen GRÜNEN-Mitgliederzeitschrift Aufwind erschienen.