Kreisvorsitzender

Jens Bitzka

Telefon: 0177 5692070
jens(at)bitzka.de

Bewerbungsschreiben für den Landesparteirat von Dr. Cordula Ratajczak

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bewerbe mich um Euer Votum als Kandidatin für den neuen Parteirat. Der KV Bautzen hat mir dafür sein Vertrauen bereits ausgesprochen.

Vor rund einem Jahr habe ich begonnen, mich aktiv in die grüne Politik in Sachsen zu stürzen. Habe auf Parteitagen mitdiskutiert, am Wahlprogramm ein kleinst wenig mitgebastelt, als Listen- und Direktkandidatin für den Bundestag die ersten Kämpfe bestritten, mir die ersten blauen Flecken geholt, interne Wahl-Kollateralschäden im eigenen KV mitabzuwenden geholfen und, siehe da, das Wunder der Stärkung nach überstandenen Schlachten erlebt – kurz gesagt, ich habe Blut geleckt. Und deshalb kandidiere ich nun für den Parteirat.

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bewerbe mich um Euer Votum als Kandidatin für den neuen Parteirat. Der KV Bautzen hat mir dafür sein Vertrauen bereits ausgesprochen.
Vor rund einem Jahr habe ich begonnen, mich aktiv in die grüne Politik in Sachsen zu stürzen. Habe auf Parteitagen mitdiskutiert, am Wahlprogramm ein kleinst wenig mitgebastelt, als Listen- und Direktkandidatin für den Bundestag die ersten Kämpfe bestritten, mir die ersten blauen Flecken geholt, interne Wahl-Kollateralschäden im eigenen KV mitabzuwenden geholfen und, siehe da, das Wunder der Stärkung nach überstandenen Schlachten erlebt – kurz gesagt, ich habe Blut geleckt. Und deshalb kandidiere ich nun für den Parteirat.

Was kann ich Euch bieten, womit habt ihr bei mir zu rechnen? Klar ist, dass ich mein Wissen und meine Erfahrungen aus dem sorbischen Feld mitbringe. Darüber hinaus werde ich als Kulturwissenschaftlerin auch immer ein Auge auf den interkulturellen Dialog als solchen, auf die oft nicht wahrgenommenen, aber dennoch real existierenden gemischt kulturellen Verhältnisse vor Ort haben. Mir scheint nach wie vor, dass die Selbstwahrnehmung in Sachsen immer noch zu stark national, sprich rein deutsch geprägt ist, Migranten als marginal statt längst Gemeinschaft mitgestaltend gelten. Es ist eine vornehmliche Aufgabe grüner Politik, hier programmatisch wegweisend zu werden und Hilfe zur Transformation des eigenen Selbstbildes in einem Europa des 21. Jahrhunderts zu leisten.
Viele sehen nach den erfolgreichen Landtagswahlen den strategischen Ausbau der Grünen als Hauptaufgabe der nächsten vier Jahre an: Landgewinnung ist das Ziel. Das sehe ich für Bautzen genauso – endlich die 5-Prozentmarke zu knacken im gesamten Wahlkreis habe ich als Parole ausgegeben – nach den Wahlen ist vor den Wahlen. Aber politischer Wettbewerb findet auch über Inhalte statt – und da denke ich durchaus, dass eine Rückbesinnung auf den grüneigenen sozialutopischen Impetus eine Investition wert wäre. Wie sieht’s denn aus in Sachsen, in der Republik? Klar ist, dass das noch aus den goldenen Nachkriegsjahren der alten BRD stammende Modell sozialmarktwirtschaftlicher Existenzsicherung den Problemen eines globalisierten Finanzkapitalismus mit Flickschusterei hinterher hechelt: Sachsens künftigen Rentnern droht Altersarmut, geschuldet gebrochenen Erwerbsbiographien und unzureichender Entlohnung. Von ihrer Arbeit leben können schon längst noch nicht mal mehr die, die Arbeit haben: 30 Prozent der Hartz IV-Empfänger Mitteldeutschlands sind erwerbstätig (2008), Sachsen belegt mit 10 Prozent Aufstockern den traurigen statistischen Spitzenplatz. Nicht zuletzt das sollte uns Auftrag sein, sich intensiver mit alternativen Wirtschafts- und Sozialmodellen zu beschäftigen, ob sie nun bedingungsloses Grundeinkommen heißen oder sonst wie. Dies ist keine Frage der Ideologie, sondern des politischen Pragmatismus. Wo‘s knackt im Gebälk, muss man sich um die Statik Gedanken machen.
Dazu will ich ebenso mitbeitragen wie zur Stärkung der grünen Statik in Sachsen überhaupt.

In diesem Sinne bitte ich um Euer Vertrauen und Euer Votum.

Cordula Ratajczak

biografisch
· geboren am 24.11.1964 in Gelsenkirchen
· verheiratet, 2 Söhne (23 und 14 Jahre alt)
· 1985 – 1992 Studium Kulturanthropologie, historische Ethnologie und
Religionsphilosophie in Frankfurt am Main;
· 1993- 1994 Mitarbeiterin an der Pädagogischen Arbeitsstelle des Deutschen
Volkshochschulverbandes Frankfurt a.M. PAS
· 1995 – 1997 Promotionsstipendium am Sorbischen Institut Bautzen
· 1999 – 2001 Projektmitarbeiterin beim Sächsischen Ausbildungs- und
Erprobungskanal saek Fernsehen Bautzen der Sächsischen Landesmedienanstalt;
·  Initialisierung und Produktion des ersten obersorbisch-sprachigen
Fernsehmagazins „Serbske wokno“
· 2002 Promotion an der Universität Bremen (Studie: Mühlroser Generationen. Deutschsorbische
Überlebensstrategien in einem Lausitzer Tagebaugebiet)
· 2002 – 2003 Weiterbildung zur „Referentin für internationale Geschäftskontakte
und interkulturelles Management“ an der Arbeitsstelle für wissenschaftliche
Weiterbildung der Universität Hamburg, Praktikum bei der Industrie- und
Handelskammer in Zittau
· 2003 – 2007 freie Redakteurin und Moderatorin beim regionalen Fernsehsender
punkteins Oberlausitz TV
· 2007 – 2009 Forschungsprojekt „Sorbisch aus der Sicht Deutschsprachiger“ am
Sorbischen Institut Bautzen

gesellschaftspolitisch
· Grüne-Wählerin seit dem Einzug der Partei in den Bundestag 1983
· 1984 Gründung eines Betriebsrates bei Mc Donald‘s Gelsenkirchen
· 2005 Mitglied im KV Bautzen Bündnis 90/Die Grünen;
· seit 2007 stellv. Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk;
· 2009 Direktkandidatin des Walkreises Bautzen und Landeslistenplatz 5 für den
Bundestag

ehrenamtlich
· Vorsitzende des Fördervereins für das Sorbische Gymnasium e.V.
· stellv. Vorsitzende des Vereins zur Förderung transkultureller Fernsehprojekte
TranskultTV e.V.

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Eine Information von www.gruene-bautzen.de